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BBG Herford gegen den BSV Münsterland Baskets Wulfen. Diese beiden Teams bestreiten morgen das erste Playoff-Finale in der Geschichte der 1. Regionalliga Herren.

Der Gewinner der Serie „best of three“ sichert sich den Aufstieg in die ProB.

In der Saison endeten die Aufeinandertreffen zwischen Herford und Wulfen jeweils mit einem Auswärtssieg.

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Der Fahrplan für das Playoff-Finale der 1RLH

14.05.2022 19:30
BBG Herford - BSV Münsterland Baskets Wulfen

20.05.2022 20:00
BSV Münsterland Baskets Wulfen – BBG Herford

22.05.2022 16:00
BBG Herford - BSV Münsterland Baskets Wulfen

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Erstes Finalspiel um Meisterschaft und Aufstieg gegen Wulfen
von BBG Herford

Nach dem souverän errungenen ersten Platz in der Hauptrunde steht die BBG Herford im Finale der erstmals ausgetragenen Playoff-Spiele der 1. Regionalliga West und kämpft damit um Meisterschaft und Aufstieg in die Pro B. Gegner ist der Tabellendritte der regulären Saison, die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Während sich Herford mit 4 Siegen in 4 Playoff-Spielen erst gegen TuS 59 Hammstars, dann gegen den Deutzer TV durchsetzte, zog Wulfen mit 2:1-Siegen gegen TSV Bayer 04 Leverkusen 2 und danach mit 2:0 gegen die Telekom Baskets Bonn 2 ins Finale ein.

In der regulären Saison gewannen beide Kontrahenten jeweils ihre Auswärtsspiele: Herford mit 94:87 in Wulfen, Wulfen mit 87:79 in der BBG-Arena. Schon von daher dürfte also auch im ersten Finalspiel für Spannung gesorgt sein, zumal von bisher gespielten 15 Partien in den Playoffs sieben mit 6 Punkten Differenz oder weniger ausgingen.

Herausragende Spieler bei den Gästen sind Bryant Allen und Lyuben Pavlinov Paskov. Allen glänzte mit 22,2 Punkten im Schnitt und einer Effizienz von 20,7 in der Hauptrunde, Paskov holte im Schnitt 9,2 Rebounds bei einer durchschnittlichen Effizienz von 19,1. Dass sie ihre Form auch in der Playoff-Spielen gehalten haben, bewiesen beide in der letzten Partie beim klaren 95:73 Wulfener Sieg gegen Bonn. Allen war Topscorer mit 29 Punkten, Paskov sammelte 13 Rebounds ein.

Für die BBG war der 87:84-Auswärtserfolg in Deutz ein Wechselbad der Gefühle. Nach überlegener erster Hälfte mit einer 23 Punkte-Führung lief nach dem Seitenwechsel nur noch wenig zusammen, so dass am Ende das Spiel noch zu kippen drohte. Allerdings behielt das Team von Coach David Bunts in den entscheidenden Momenten die Nerven, kam durch Juhwan Harris-Dyson und Ole Wendt zu Ballgewinnen und Körben „just in time“, um den knappen Erfolg zu sichern.

In herausragender Form präsentierte sich Dzemal Taletovic mit gleich sieben verwandelten Dreipunktewürfen in der ersten Halbzeit. Filip Serwatka und Vaidotas Volkus konnten zudem nach teilweise monatelanger Verletzungspause weiter Spielpraxis sammeln, was sicher kein Nachteil für die Finals ist. Etwas Sorgen bereitete Aufbau Omar Zemhoute, der sichtlich angeschlagen aus dem Hinspiel gegen Deutz die Partie bestreiten musste. Es besteht aber die Hoffnung, dass sowohl er als auch der verletzt aussetzender Center Jan Brinkmann der BBG gegen Wulfen wieder voll belastbar zur Verfügung stehen.

Im ersten Spiel der „Best-of-three“-Finalserie wird es darauf ankommen, den Heimvorteil nicht abzugeben und so entschlossen und dominant aufzutreten, wie das in Deutz eine Halbzeit der Fall war. Dafür wird die energische Unterstützung der heimischen Zuschauer von enormer Bedeutung sein, denn der Wulfener Anhang wird sein Team lautstark anfeuern, um den Auswärtssieg aus der Hauptrunde zu wiederholen. Hochball ist um 19.30 Uhr in der BBG-Arena.

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Das Finale beginnt für den BSV in Herford
von BSV Münsterland Baskets Wulfen

Am Ende einer ultralangen Saison sind zwei Vereine der Basketball-Regionalliga West übrig geblieben, die das erste PlayOff-Finale in der Geschichte des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) ausspielen: die BBG Herford und der BSV Wulfen. Diese beiden Clubs spielen in der Serie „best of three“ nicht nur den neuen Regionalliga-Meister aus, zwischen diesen beiden ambitionierten Clubs entscheidet sich auch, wer das sportliche Aufstiegsrecht in die 2. Basketball-Bundesliga ProB erhält. Herford oder Wulfen – nur einer kann es schaffen.

Heimrecht im ersten PlayOff-Finale hat am Samstag, 14. Mai, um 19.30 Uhr das besserplatzierte Team der Hauptrunde, die BBG Herford. Die Herforder gewannen 21 ihrer 25 Saisonspiele, der letzte Spieltag gegen Grevenbroich wurde wegen einer defekten Korbanlage nicht mehr ausgetragen. Die vier Niederlagen kassierten die Ostwestfalen auswärts beim Tabellenzweiten Bonn und beim Absteiger Elephants Grevenbroich, zu Hause gingen die Spiele gegen Ibbenbüren und Wulfen verloren.

Das 79:87 gegen den BSV am 29. Januar stand aber für beide Mannschaften unter dem Zeichen von Corona-Ausfällen und diversen Verletzungen. Herford hatte damals nur acht gesunde Spieler und setzte seinen sportlichen Leiter Julian Schütz sogar auf die Bank. Langzeitverletzt war im Januar der litauische Powerforward Vaidotas Volkus und der Erstliga-erfahrene Spielgestalter Ole Wendt, coronabedingt passen mussten Dreier-Spezialist Dzemal Taletovic und der litauische Topscorer Dainius Zvinklys (18,9 Punkte pro Spiel).

Aber auch Gary Johnson agierte damals mit einem Mini-Kader: Kapitän Jonas Kleinert und Dreierspezialist Nils Strubich waren in Quarantäne, Nils Peters fehlte berufsbedingt und Alexander Winck stieß erst im März zum BSV-Kader. Beim Duell 8-8 behielt Wulfen die Oberhand, nicht zuletzt wegen einer Gala-Vorstellung Bryant Allens (33 Punkte), dem frechen Auftritt von Matej Šilić und der Dominanz an den Brettern durch Michael Haucke, Willi Köhler, Lyuben Paskov, Felix Landwehr und Lukas van Buer.

Aber das zählt am Samstag alles nicht mehr – außer dass das Wolfsrudel das Gefühl kennt, in Herford zu gewinnen. BBG-Macher Jürgen Berger und sein Team setzen alles daran, den Traum vom Zweitliga-Aufstieg zu verwirklichen. Gäbe es keine PlayOffs, stünde Herford schon seit März als Regionalliga-Meister und Aufsteiger fest. Und so geht US-Trainer David Bunts mit seinem Team auch als Favorit ins PlayOff-Finale. Er muss dabei aber aufpassen, während des Spiels die „local player“-Regel der Regionalliga zu beachten. Stetig müssen zwei in Deutschland ausgebildete Basketballer auf dem Feld stehen. Im Herforder Kader trifft das auf den US-Amerikaner Juhwan Harris-Dyson (18,3 Punkte pro Spiel), die beiden Litauer Zvinklys und Volkus, den gebürtigen Bosnier Taletovic und den US-Basketballer mit polnischem Pass, Filip Serwatka, nicht zu. Die Herforder local player haben aber ebenfalls Qualität: Neben Ole Wendt gestaltet der extrovertierte Omar Zemhoute das Spiel, ein guter Dreierschütze ist Piet Niehus, Jan Brinkmann spielt Center, Ferdinand Kleber ist der Bruder vom Dallas Mavericks-NBA-Star Maxi Kleber, Ogechi Nebo und Philipp Svinger sind Ergänzungsspieler.

Wulfens Trainer-Gespann mit Gary Johnson und Romeo Bakoa muss auf diese Dinge beim Wechseln keine Rücksicht nehmen. Bryant Allen und Lyuben Paskov sind die beiden einzigen Akteure im Kader, die nicht in Deutschland das Basketballspielen erlernten. Michael Haucke und Willi Köhler sind die beiden weiteren Routiniers, der Rest im Wolfsrudel ist blutjung. „Es ist unser Ansatz in Wulfen, mit jungen Spielern der Region Spitzenbasketball anzubieten. Wir sind sehr stolz darauf , dass das in diesem Jahr so gut funktioniert hat“, erklärt der BSV-Vorsitzende Christoph Winck. Acht von 14 Spielern im BSV-Kader haben bereits das Trikot der Metropol Baskets Ruhr getragen, am Nachwuchsprojekt für den Leistungsbasketball im Ruhrgebiet ist der BSV Wulfen als Trägerverein beteiligt. Die Spielmacher neben Bryant Allen sind mit Matej Šilić, Manuel Bojang und Alexander Winck ein Trio, das im Schnitt 20,3 Jahre alt ist. Das Flügel-Quartett mit Jonas Kleinert, Nils Strubich, Felix Landwehr und Nils Peters ist im Schnitt 22 Jahre. Das „Modell Herford“ ist mit dem „Konzept Wulfen“ nicht zu vergleichen, im Finale um die Meisterschaft treffen zwei Basketball-Philosophien aufeinander.

Der Reiz des Finales besteht trotzdem. Die eher Defense-orientierte Spielweise von Gary Johnson – Wulfen kassierte in den PlayOffs durchschnittlich 73,8 Punkte – misst sich mit der besten Offense der Regionalliga West - Herford erzielte in den PlayOffs bis jetzt 93,5 Punkte pro Spiel, toppte damit seinen Liga-Durchschnitt von 92,2 Punkten noch einmal. Genau da wird der Wulfener Hebel zum Erfolg liegen. Denn schon beim Sieg im Januar war zu spüren, dass die Stimmung im Herforder Star-Ensemble kippen kann, wenn es mal nicht so läuft. Das ist beim BSV komplett anders: Gary Johnson und Romeo Bakoa haben eine verschworene Einheit geformt, in der sich jeder dem Teamerfolg unterordnet. Das war der Schlüssel zum WBV-Pokalsieg gegen Ibbenbüren, das war der Schlüssel zum Einzug ins PlayOff-Finale und das war auch der Schlüssel zur Wulfener Siegesserie seit März: Von 12 Spielen hintereinander ging nur das Viertelfonale in Leverkusen 84:86 verloren. Seit Ende November haben die Münsterland Baskets von 26 Spielen nur fünf verloren. Das ist absolut vergleichbar mit den 21 Herforder Siegen in 25 Regionalliga-Spielen.

100 Karten stellt die BBG dem BSV zur Spiel 1 am Samstag zur Verfügung. Diese Tickets gibt es ausschließlich über den BSV. Mitfahrer im seit Montag ausgebuchten Fanbus haben sicher ein Ticket.

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Für die Inhalte der Artikel sind die jeweils benannten Autoren oder Vereine verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung des WBV wider.
Bildmaterial zur Verfügung gestellt von BBG Herford, Klaus Schütz.
Wir bedanken uns bei allen Teams und Verantwortlichen, die Spielberichte und Fotos zur Verfügung stellen.

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