Verband
Dienstag April 13, 2021

Jetzt ist er im Amt. Seit dem 01. April 2021 hat der Westdeutsche Basketball-Verband einen neuen Geschäftsführer: Sebastian Schmidt.

Aktuell übergibt Mechtild „Mecki“ Künsken nach 39 Jahren die Geschäfte an den 35-jährigen Nachfolger.

Rüdiger Tillmann hat mit dem Neuen in der Geschäftsstelle gesprochen.

Sebastian, wie ist der erste Eindruck im vierten Stock im Haus der Verbände in Duisburg?

Corona-bedingt ist es etwas ungewohnt, denn die Gänge und Büros sind meistens menschenleer. Normalerweise ist es ja so, wenn man als Geschäftsführer neu in eine Organisation kommt, dass man erst einmal mit den Mitarbeitern und allen beteiligten Personen persönlich kommuniziert und kennenlernt. Dies erfolgt jetzt zum größten Teil digital. Auch die Einarbeitung ist durch Corona natürlich ganz anders.
Einiges ist neu für mich, weil ich ja aus dem Club-Sport in der 1. Liga komme und die Arbeit im Verband anders ist. Ich bin also sehr froh, dass ich von der erfahrenen, langjährigen Geschäftsführerin „Mecki“ Künsken eingearbeitet werde. Trotz aller pandemischen Probleme, freue mich auf die neue Aufgabe.


Du hast gerade die Unterschiede zwischen Verband und Bundesligist angesprochen. Wo liegen die Unterschiede aus deiner Sicht?

Der Sport in der 1. Liga, in der BBL, ist ein sehr schnelllebiges Geschäft. Der Geschäftsführer und Sportdirektor wird zum einen an den direkten Ergebnissen gemessen und beispielsweise nicht immer an der Ausrichtung seiner langfristigen. Das sieht hier im Verband schon etwas anders aus. Zudem legt man zum Teil andere Schwerpunkte. Ich selbst habe mir vier Themen auf die Agenda geschrieben, die ich für unheimlich wichtig finde.
Ein Thema wird der Ausbau und die Entwicklung des Leistungssports sein. Das wird für mich ein ganz wesentlicher Faktor sein. In diesem Bereich gibt es selbstverständlich auch Parallelen zur Club-Arbeit.
Aber beim Verband darf man nicht vergessen, dass sehr viele ehrenamtliche Personen beteiligt sind, sowohl in den Vereinen als auch im Präsidium. Das ist natürlich ein anderes Arbeiten und wird für mich auch eine Umstellung sein.


Du hast vier Punkte angesprochen, die dir besonders wichtig sind. Der erste ist der Leistungssport …

Punkt 2 ist die Qualifizierung von Schiedsrichtern und Trainern und Punkt 3 das Ehrenamt, die Wertschätzung des Ehrenamts, aber auch dieses in Verbindung mit dem Hauptamt zu optimieren. Dazu gehören auch Fragen wie z.B.: Wie sieht die Vereinsentwicklung bei unseren Mitgliedsvereinen inklusive der Partnerschaften und Kooperation mit Kitas, Schulen und Universitäten aus. Wie stellt man sich in der Zukunft auf? Das wird vor allem nach Corona ein sehr entscheidender und wichtiger Punkt sein.
Außerdem wird 3x3 als Punkt 4 ein extrem spannendes Thema in der Zukunft sein. Sowohl aus sportlicher als auch vermarktungstechnischer Sicht. Der WBV war ja hier Vorreiter mit der NRW Streetball Tour und kann gute Strukturen aufbauen und auch schon vorweisen – und wir haben bereits einen eigenen Landestrainer für diese Disziplin.
Punkt 5, den man zwar nicht auf der Agenda haben will, aber leider haben muss, ist Corona. Da muss man tagesaktuell reagieren. Wir hoffen natürlich, dass wir im Sommer mit Tests und Impfungen zurück in die Hallen können, aber da sind wir extrem von der Politik und dem aktuellen Geschehen abhängig.


Was steht jetzt in den ersten Tagen für dich auf dem Programm?

„Mecki“ Künsken unterstützt mich tatkräftig und arbeitet mich ein, sowohl in die grundsätzlichen Dinge, die in einem Verband anfallen, als auch in tagesaktuelle Themen, die wir dann gemeinsam bearbeiten. Die Themen sind da vielfältig.
Des Weiteren steht für mich aktuell, aber auch grundsätzlich in der Zukunft, viel Kommunikation auf dem Plan. Das bedeutet Gespräche mit Mitarbeitern, mit Sponsoren und Partnern, den Mitgliedsvereinen, Verbänden, etc. führen.
Mit unserem Präsidenten Uwe J. Plonka bin ich im täglichen Austausch, aber natürlich auch mit den Vizepräsidenten soll ein regelmäßiger Dialog über die einzelnen Ressorts stattfinden. Vor allem in der Anfangsphase ist das natürlich wichtig für mich, um mir ein Gesamtbild machen zu können.


Das hört sich nicht nach Langeweile an…

Nein, Langeweile habe ich mit Sicherheit nicht und werde ich auch nicht bekommen. Ich bin ein Macher und Gestalter und möchte Dinge mit meinem Team bewegen.
Jetzt geht es aber wirklich erstmal darum, den Verband und die Menschen kennenzulernen. Und darauf freue ich mich sehr. Der Verband hat ein Riesenspektrum und deshalb wird es bestimmt etwas dauern, bis ich alles im Detail kennengelernt habe. Deshalb kann ich nur immer wieder sagen, dass ich sehr froh bin mit „Mecki“ Künsken und Uwe J. Plonka so erfahrene Personen an meiner Seite zu haben.


Hast du als neuer Geschäftsführer einen Mutmacher für die Basketballer*innen im Land?

Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir als Gesellschaft gemeinschaftlich diese Pandemie überstehen. Dafür müssen wir solidarisch bleiben und uns an die Regeln halten. Ich bin ein sehr positiver denkender Typ und hoffe sehr, dass wir nach dem Sommer bzw. im Herbst wieder in den Spielbetrieb zurückkehren können und die Saison 2021/2022 starten kann. Der Sport wird nicht mehr so sein wie früher, dessen müssen wir uns bewusst sein, aber die möglichen Umstellungen werden wir meistern. Wie genau das dann sein wird, mit Tests, etc., wird man sehen.
Ich bin aber absolut guter Dinge, dass wir noch in diesem Jahr in die neue Spielzeit starten können. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle an die Regeln halten, damit wir gemeinsam die Pandemie so schnell wie möglich hinter uns lassen und dann endlich wieder Basketball spielen können. Die Schlüsselwörter für mich sind ganz klar: Testen lassen und impfen gehen!


Abschließende Frage: Wie hältst du dich fit?

Leider im Moment viel zu wenig! Wenn möglich gehe ich mit meiner Familie in die Natur spazieren und mache zuhause Bodyweight-Training. Aber das müsste deutlich mehr sein (lacht). Mir fehlt das Training mit dem Ball in der Halle sehr.

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